Stacks Image 56
Stacks Image 58
Stacks Image 60
Stacks Image 62
Stacks Image 64
Stacks Image 66
Stacks Image 72
Stacks Image 74
Stacks Image 68
Stacks Image 70
Stacks Image 76
Stacks Image 78
Stacks Image 80
Stacks Image 129
Stacks Image 101
Stacks Image 109
Stacks Image 127
Stacks Image 125
Stacks Image 107


Jean Ufniarz

Yukon River


1500 Kilometer auf Nordamerikas wohl legendärstem Strom.



Inhalt:

S. 7 01. Vorbereitung
S. 11 02. Abflug
S. 15 03. Fairbanks
S. 30 04. Gen Whitehorse
S. 39 05. Ab nach Dawson City
S. 57 06. Dawson City Life
S. 74 07. Lächelnd nach Alaska
S. 84 08. Eagle
S. 90 09. Nation Cabin
S. 96 10. Slavens Roadhouse
S. 99 11. Circle
S. 106 12. Shitty Day
S. 114 13. Beaver
S. 122 14. Dalton Bridge S. 129 Epilog
S. 130 Yukon River Streckenführer
S. 145 Fischfanginformationen
S. 149 Knotenkunde
S. 152 Maßumrechnungen
S. 154 Notausrüstung
S. 159 Trekkingrezepturen




5. Ab Nach Dawson City

...
Der Regen prasselt aufs Boot als wäre es ein Trommelbezug und die "Stromschnellen" kommen näher. Bevor wir jedoch dort bei Wildwasser Stufe II durch die Wellen rasen, passieren wir die Five Finger Coal Mine. Sie wurde 1897 von dem Geologen G. M. Dawson entdeckt und ist leider im Laufe der Zeit durch die Wassermassen eingebrochen, sodass der größte Teil nun unter der Wasseroberfläche liegt. Sie ist aber immer noch als Kohleabbau zu erkennen und gibt übrigens auch einen schönen Platz für ein Camp her. Aber zu schnell vorbei, zieht es uns auf die Stromschnellen der Five Finger Rapids. Hier teilen vier Felsen den Strom und erscheinen wie Finger, die nach dem Boot greifen. Sie waren ein kleines Highlight des Tages. Bei Niedrigwasser einfach zu passieren, wird es bei Hochwasser doch etwas feuchter. Boot unter, das ganze Vordeck tauchte weg und ein Schwall Wasser grüßte mich. Yooo, Guten Morgen. Tja, den höheren Wasserdruck scheint mein „Deckchen“ doch nicht zu vertragen. Die Rink Rapids dagegen sind, wenn man sich rechts hält, kein Problem, da hier in früheren Zeiten eine Schneise für Dampfschiffe freigesprengt wurde, um ungehindert flussauf und -abwärts fahren zu können. Man sollte sich keine größeren Gedanken machen. Der Begriff Stromschnellen ist hier wohl etwas dehnbar.
...

6. Dawson City Life

...
Es ist Samstag Abend, entkräftete Kanuten kommen am Ufer an und wanken bleich durch die Stadt. Unter Ihnen bekannte Gesichter aus Whitehorse. Das Yukon River Quest nähert sich dem Ende. Ich muss jetzt, nachdem wir die gleiche Strecke gefahren sind, zum zweiten Mal den Hut abnehmen. Respekt den Jungs und Mädels, die das durchziehen! 750 Kilometer auf dem Fluss in nur vier Tagen zurückzulegen muss erst einmal erbracht werden. Leider nimmt fast niemand Notiz von Ihnen. Sie gehen in Dawsons Trubel unter. Die wenigsten könnten mit Ihrer Leistung auch etwas anfangen. Die Zeit, die sie benötigten ist irrelevant. Sie sind gestartet, sie kamen an, und das ist das Wichtigste. Über den unberechenbaren Lake Laberge, auf welchem ständig das Wetter und der Wind beachtet werden muss. Und wie sich immer wieder herausstellt ist es sträflich, dies zu vernachlässigen.
...

7. Lächelnd nach Alaska

...
Trotz dieser Symbiose machen sich die Auswirkungen der Sonne nicht nur als Hautrötung, sondern auch in Form eines Pumas auf mein Gehirn bemerkbar. Puma? Gerade wenn man auf Wasserflächen unterwegs ist, sollte man einen Kopf- sowie Augenschutz nutzen, denn durch die Spiegelung der Sonne in der Wasseroberfläche schaut man öfters in den „Feuerball“ als erwartet. Verbrennungen, Verblitzungen der Augen und Sonnenstich können so im Vorfeld umgangen werden. Bei mir sind es anscheinend schon delirente Visionen! Ein Puma??? Bei näherem Hinsehen und genauem Nachdenken hat die Vision sich als Schwarzbärmutter mit ihrem Jungen verwandelt, welche vor mir versucht, den Fluss zu durchqueren. Als mich das Junge bemerkte, kletterte es mit einem summähnlichen Ton auf den Rücken der Mutter, welche dann gleich kehrtmachte und das Wasser mit ihrem Schützling verließ. Schimpfend baute sie sich am Ufer auf, während ich vorbeitrieb. Das Zelten auf einer Insel bedeutet also nicht, ein bärensicheres Camp zu haben, denn der Fluss war an dieser Stelle mindestens 500 Meter breit und nicht gerade von der ruhigen Art.
...

11. Circle

...
Der nächste Tag erwartet mich wieder mit Regen. Ich komme gerade noch vom Fluss, da bricht die Hölle an Wetter los. Windböen und kübelweise Wasser von oben. Ich schaffe es gerade noch, das Kajak abzudecken und ein kleines Feuer zu starten. Jetzt sitze ich im Regencape mit übergeworfener Plastikplane an einem kleinen Feuer im Windschatten und schlürfe ein Süppchen. Einer der Tage, an welchem man am liebsten im Schlafsack sitzen möchte, welche man aber im Nachhinein auf keinen Fall missen möchte. Denn nur diese Tage zeigen einem auf, wie gut man es eigentlich hat, sie lassen einen das Leben mehr schätzen und prägen einen selbst.
...

14. Dalton Bridge

...
Trotz allem Leuchten jedoch reißt mich des nachts ein Geräusch jäh aus dem Schlaf. Endlich war es einigermaßen warm im Schlafsack geworden, da rauscht draußen, direkt an meinem Kopf, irgendwas am Zelt vorbei, und fast zeitgleich auch am Eingang. So schnell war ich noch nie aus dem Schlafsack, aber es herrscht Totenstille. Jedoch befand sich ein Marder keine drei Meter vor meinem Zelt auf dem Kajak und versuchte unter die Spritzdecke zu krauchen. Natürlich, ich hatte beim Paddeln die Nüsse verschüttet, da müssen noch einige im Boot sein. Nachdem ich das „Felldingens“, bevor es mir das Boot zerfetzt, verscheucht habe, bin ich wieder ins Zelt. Aber dieser nervige Ureinwohner hat mich geschlagene zwei Stunden am Rotieren gehalten. Ich dachte schon dran, es zu schießen, wäre ja auch ein schöner Kragen gewesen. So war denn meine Nacht auf vier Stunden begrenzt. Dementsprechend haben mein Gesicht und mein Kocher des morgens auch zusammengepasst. Eingedellt, mit Riefen versehen und rostig, aber heizt, heizt und heizt. Coleman sei dank, der Apex verträgt was. Und je mehr Schrammen, desto lieber gewinnt man sein Equipment, desto mehr Geschichten kann man darüber erzählen, desto enger wird die Bindung. Für andere nur ein zerschrammtes Stück Metall, für den Besitzer der treue Reisebegleiter, das unentbehrliche Stück „Altmetall“!
...


Stacks Image 99

YUKON RIVER
1500 Kilometer auf Alaskas wohl legendärstem Strom!

Ein bisschen Baumwolle, Holz und Gummi. 20 Jahre alt, aber ein treuer Begleiter. Mit dem „Germania“ durch die Stromschnellen des Yukon River. Vorbei an Bibern, Weisskopfadlern, Elchen, todesmutigen Eichhörnchen und blutsüchtigen Moskitos. Dabei den Bär im Schlepptau und den Hecht in der Pfanne.
Eine Kajaktour auf dem Yukon River von Whitehorse quer durch Kanada und die Yukon Flats zur Dalton Brücke in Alaska. Schiffswracks, Überbleibsel des Goldrausches, Indianercamps, Fischer, Ranger, der Tod, das Yukon River Quest, … und mittendrin wir. Als "zivilisierte" Abenteurer auf den Spuren der bärbeissigen Sourdoughs, den Helden der Vergangenheit, strebend nach Abenteuer und Veränderung.

Paperback / 168 Seiten / ISBN: 978-3-7431-7824-3 / Verlag: Books on Demand / Erscheinungsdatum: 09.05.2017 / Sprache: Deutsch / Farbe: Nein / E-Book / ISBN: 978-3-7448-2496-5

About Me
Quick Links
Get Social
Autor
Sponsoren
Facebook
Kontakt
Impressum
Instagramm
Expeditionen
Datenschutz
.
.
.
.