Wilderness Blog Post - Nahrung - Vor - Zubereitung

Somit sind schon in der Phase des Sammelns oder Jagens entsprechende Fragen zu klären. Wieviel an Nahrung benötige ich, was darf mich dies an Energie kosten und wieviel erlange ich dadurch. Kann ich einen Überschuss an Nahrung haltbar machen beziehungsweise wie lange ist meine Nahrung verwertbar bei den vorhaltenden Witterungen. Vielleicht betreffen dich die meisten Fragen aber auch gar nicht weil du deine Nahrung selbst pflanzt oder lebend bis zur Verwertung hälst.

Bei all deinen Nahrungsvor- Zubereitungen gilt natürlich eine möglichst penible Kontakthygiene. Somit eigentlich Hände waschen und, speziell bei Fleisch, keinen direkten Kontakt um einen beidseitigen Infektionsweg zu vermeiden bevor du startest. Das hierbei, wenn man auf der sicheren Seite bleiben will, auch nur gesund aussehende Pflanzen und Tiere zum Einsatz kommen ist klar. Allerdings ist meist keine große Auswahl vorhanden, so kann mit der entsprechenden Vor- und Zubereitung auch nicht Verwertbares verwertbar gestaltet werden. Aber eigentlich sind ältere Pflanzenteile aus deiner geprüften und sicheren Sammlung auszusondern und Pflanzen immer zu waschen, nicht verwertbare Pflanzenbestandteile beziehungsweise Verwelktes oder Befallenes abzuschneiden und alles zu kochen, um noch etwaige Parasiten abzutöten. Leider verliert man hierbei auch einige Mineralstoffe und Vitamine.

Die gleiche Vorgehensweise könnte man sich bei tierischer Nahrung annehmen. Hinzu kommt hier jedoch auch das Aussondern aller Innerreien, welche jedoch immer noch als Köder genutzt werden können und meist auch das Häuten oder Schuppen und Ausnehmen. Was dir natürlich die nächst grössere Hürde bringt nachdem du es selbst gejagt und getötet hast. Eventuell kannst du aber dein Gargut auch in einem Lehmklos backen und später mit dem Lehm auch einfach das Fell, die Federn oder Stacheln abklopfen / abziehen. Vielleicht ist dein Material aber auch so klein, dass du alles zerkleinerst und als Burger gut durchbrätst oder fritierst. Manchmal ist es allerdings auch von Vorteil das Rohmaterial vorher gut zu wässern um unliebsame Bestandteile wie Bitterstoffe auszuschwemmen oder lebend ersteinmal einen Tag auf Qarantäne zusetzen.

Nutze was du hast, versuche alles zu verwerten - ehre das Tier!

Du hast viel Einsatz gebracht um deine Beute zu erlangen, nun nutze sie komplett. Blut ist reich an Mineralstoffen, Fett enthält sehr viel Kalorien, Zunge kommt mit in das Stew. Das Gehirn lässt sich sehr gut zum Gerben verwenden, die Luftröhre ist ein gutes Hilfsmittel, die gewaschenen Därme ergeben Wursthäute oder gedreht wie die Sehnen, Bindematerial. Knochen sind reich an Kalzium und können zerstoßen mit in die Suppe und ebenso wie Geweih zu Gebrauchsmaterialien verarbeitet werden. Hufe ergeben, zerstoßen und eingekocht, einen Kleber und die Haut, gegerbt, Kleidung oder, wie auch einige Organe, Behälter.

Deine eigentliche Nahrung selbst wird natürlich durch die Verarbeitung für den Körper leichter verdaulich. Fasern und Stärke werden aufgespalten, aber auch Mikroorganismen sowie Parasiten zerstört, und manchmal wird es sogar schmackhafter. Zur Verfügung stehen dir, abhängig von deinen Möglichkeiten und Materialien, das Kochen, Braten, Garen, Rösten oder auch Räuchern.

Cook it, boil it, peel it, or forget it”!


Die einfachste Zubereitungsart ist immer noch das Grillen. Es werden dadurch jedoch nie hundertprozentig alle Keime abgetötet. Gleichzeitig wird eine Vielzahl der Nähr- Wirkstoffe verloren gehen und die Belastung für den Magen ist höher. Die effektivste Zubereitungsart ist das Kochen, es führt uns leicht verdauliche Nahrung und eine extra Portion Wasser zu. Schlußendlich kann das Kochwasser noch weiter verwendet werden, wenn es nicht um das Ausschwemmen von Bitterstoffen ging. Hierzu kann ein Topf oder improvisiertes wie einen Kokosnusschale oder, neben anderem, auch deine Kochmulde genutzt werden. Auf heissen Steinen lässt sich gut backen und rösten, manchmal auch fritieren und, im schon angesprochenen Lehm, gut im eigenen Saft zubereiten. Ultimativ für eine längere Zeit bietet sich aber auch das Herstellen eines Erdofens an und das schon angesprochene Braten ist eine gute Möglichkeit Fleisch über einen längeren Zeitraum vor der Verwesung zu schützen.

Die Mahlzeiten müssen den Energieverbrauch abdecken, oder die Aktivität muss dem Nahrungsangebot angepasst werden!


Hat man den Nährwert, den Geschmack und den Bedarf im Griff wird man sich auch langsam an die Situation gewöhnen! Farbige, abwechslungsreiche, gut garnierte Speisen können auch die Moral und den Willen stärken. Zum Würzen sind Wacholderbeeren, Sauerampfer, Brunnenkresse, junge Tannenspitzen, und neben anderem, auch wilder Kümmel geeignet.

Iss mit Verstand, kaue solange als möglich und iss nicht bis du satt bist, sondern höre vorher auf!


Doch welche Möglichkeiten bestehen die Nahrung über einen längeren Zeitraum zu konservieren und wie sollte Sie idealerweise gelagert werden? Mehr dazu im nächsten Post!

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