Wilderness Blog Post - Notfall Teamleitung

Eine positive Grundeinstellung und der Wille zur Hilfeleistung gilt hierbei als Grundlage für deine Arbeit. Es ist von höchster Priorität, bei sich selbst und bei anderen in der Gruppe, negative Stimmungen zu bekämpfen. Improvisationstalent, Konzentrationsfähigkeit, Anpassungsgeschick aber auch innere Stärke und Ruhe sind Eigenschaften, die dir diese Situation erleichtern. Verliert nur ein einziger die Kontrolle über sich, kann dies das Überleben eines jeden einzelnen gefährden. Diesen Überlebenswillen zu bekommen, beziehungsweise zu behalten, ist der wichtigste Punkt in einer Notlage. Ihn an andere weiterzugeben muss der Führer einer Gruppe und idealerweise jeder in der Gefahrengemeinschaft vermitteln können. Ob dieser Glaube - Leistungswille an eine Bezugsperson gebunden ist oder sachlicher vielleicht sogar abenteuerlicher Art, wie, jetzt erst recht oder auf alles, das ist vorerst einmal nebensächlich. In jedem Fall hilft der positiv gebundene Gedanke negative Einflüsse zu reduzieren und den Überlebenswillen zu stärken. Dieser Gedanke wird getragen von Leistungsfähigkeit, Selbstvertrauen und Selbstdisziplin.

Beobachte dich, sowie andere Personen gut. Zeigt sich auch nur ein winziges Anzeichen einer Überlastung musst du reagieren. Versuche zu verstehen warum der andere so reagiert und hilf. Hierzu können, neben anderem, die positive Selbstsuggestion, Beschäftigungsmaßnahmen, Entspannungsübungen, Interesse wecken und auch zeigen, Vertrauen, Sicherheit und Geborgenheit vermitteln, … zum Einsatz kommen. Leider fallen einem in Gefahrenlagen oft schon die kleinsten Veränderungen auf. Natürlich sind es die negativen zuerst. Verändere dies sofort in eine positive Einstellung!

Es wird noch kälter. - Gut, dann trägt das Eis jetzt!


Dies bedeutet unter anderem für den Leiter einer Gruppe, dass er jeden Einzelnen in seinen Bedürfnissen und Ängsten kennen muss, um Querdenkern und auch Miesmachern vorzubeugen. Denn wenn jeder Einzelne mit seinen Bedürfnissen im Einklang lebt, wird die Arbeit in der Gruppe viel leichter ablaufen und das Überleben sicherer. Wobei natürlich außer Frage steht, dass die Bedürfnisse des Einzelnen auch mit den Gruppenbedürfnissen im Einklang stehen sollten, denn Einzelvergünstigungen können auf Dauer genauso schädlich sein, wie unbefriedigte Bedürfnisse. Halte deshalb jeden auf dem Laufenden und sorge dafür, dass sich nicht ein Einziger abkapselt, setze Zwischenziele und belohne. Kameradschaft ist immer groß zu schreiben!

Gute Teams sind unschlagbar, Streitereien jedoch stark leistungshemmend!


Der Gruppenkoller ist hierbei wohl der härteste Test für einen Teamleiter, welcher versuchen muss alle Personen, und dazu auch noch sich selbst, so gut wie möglich durch die „Zeit der Entbehrungen“ zu bringen. Gegenseitige Unterstützung, der Einsatz nach Stärken und Schwächen, klare Strukturen und Offenheit, trägt zu dem Gelingen einer Tour oder dem Bewältigen einer Notsituation maßgeblich bei. Hass und Liebe kann hier eine sehr große Energiequelle sein, versuche sie zu nutzen um Kameraden durchzubringen. Im Notfall musst du sie vielleicht auch mit Gewalt von selbstzerstörerischer Absicht abhalten, denn Panik steckt an. Bekämpfe diese mit einer starken geistigen Haltung und achte darauf, dass dieses "Kollegial - Verhältnis" nicht bis zur Selbstaufopferung führt. Lasse niemals Triebe, Wünsche und Instinkte die Oberhand gewinnen, nur die Vernunft und der klare Verstand können dir in deiner Lage helfen.

Leider gibt es immer einige Querdenker die sich nicht eingliedern oder der Mehrheit unterordnen. Hier kann auch eine straffe didaktische Führung das Überleben sichern. Sei trotzdem für die Gruppe da, gib jedem Teammitglied ein gutes Beispiel. Deine Entschlossenheit, dein beispielhaftes Verhalten und gutes Urteilsvermögen zeichnen dich als Leader aus. Du musst zielstrebig und optimistisch an die Sache herangehen, erkennen, beurteilen und fachgerecht handeln, um eine Gruppenteilung zu verhindern. Positiv dynamisch, verdrängt negativ passiv! Einfühlsam, verständnisvoll, freundlich und bereit eigene Fehler zuzugeben. Der Leader darf vor unangenehmen Aufgaben nicht zurückschrecken, den Gesamtüberblick nicht verlieren und muss zu jeder Zeit einen klaren Kopf behalten. Er muss die Eigenschaften all seiner „Schützlinge“ zum Besten der Gruppe nutzen und auf die Bedürfnisse der Gruppe an sich, aber auch auf die Bedürfnisse des Einzelnen eingehen. Nur so kann er versuchen ein harmonisches Miteinander zu gestalten.

Der Führungsstil sollte sich deshalb nach Möglichkeit an demokratisch- kooperativen Grundsätzen orientieren. Alle Teammitglieder sind somit als gleichwertig anzusehen und sollten, ihren Fähigkeiten entsprechend, Arbeiten verrichten und in allen Fragen mitentscheiden. Eine Möglichkeit hierzu wäre ein Rotationsverfahren für den Tagesplan (wechselnd Feuer machen, Holz holen, fürs Essen sorgen, ...). Diese Gruppenarbeit stärkt das Team, denn eine Gruppe ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied.

Ein Team bedeutet, jeder für den anderen, Respekt, ein diskussionsloser Einsatz und Information in und über jede Situation, auch schon in der Planungsphase!


Unter diesem Gesichtspunkt sind einige Teams im Arbeitsleben wohl eher als Arbeitsgemeinschaft zu betrachten. Wobei in vielen Fällen auch der Ansatz der Gemeinschaft nicht passend ist!

Doch was sind nun wirklich die wichtigsten Dinge in Notsituationen, die Survival Basics? Mehr dazu im nächsten Post!

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