Wilderness Blog Post - Verhalten bei Erdbeben - Vulkanausbruch

Die im Vorfeld entstandenen Beben werden nach ihrer Stärke auf der sogenannten Richterskala eingeteilt. Hierzu wurden über die ganze Welt Messgeräte verteilt, welche ständig Erdbewegungen registrieren und diese als Wert (Momenten Magnitude) darstellen, welcher mit der angesprochenen Richterskala (weltweit gibt es jedoch auch Intensitätsskalen wie die Mercalliscala, MSK Skala, JMA Skala, JMA Magnitudenskala - mit ihnen werden Stärke und Zerstörungskraft gemessen) und den dazugehörigen Erfahrungswerten klassifiziert werden kann.

Magni Scala

Ab einem Wert von 6,5 wird, um genauere Werte zu ermitteln, die Momenten Magnituden Skala genutzt.

Erwarte immer Folgebeben / Nachbeben - nutze die Bebenpausen aus um deine Situation zu verbessern!

Verhaltensweise im Allgemeinen:

Instabile Gebäude jedweder Art meiden bzw. umgehend verlassen. Beachte hierbei jedoch die einsetzende Trümmerwirkung.
Aufenthalt im Erdgeschoss (enger – kleiner Raum, unter dem Türrahmen).
Unter dem Bett oder einem Tisch ist man vor einigem Herabfallendem geschützt, ansonsten ducken, in die Hocke gehen und den Kopf mit den Armen schützen.

Sich von Scheiben fernhalten.
Strom, Gas und die Hauptwasser-Zuleitung abdrehen.

Kein Aufenthalt in der Küche bzgl. der Arbeitsleitungen Gas, Wasser, Strom, ... .
Meide auch Aufzüge.
Achte immer auf Herabfallendes, speziell im Freien und suche dort eine freie Fläche auf.

Achte immer auf lose Stromleitungen und meide Brücken.
Achte auf Löcher im Fahrbahnbelag sowie Trümmer auf dem Fahrweg und bleibe mit dem Fahrzeug in einem sicheren Abstand zu allen Bauwerken stehen.
Halte den Fahrweg für Rettungskräfte frei.
Befindest du dich an einer Küste, bewege dich so schnell als möglich ins Landesinnere auf höher gelegene Plätze.
Denke auch an andere die deine Hilfe benötigen, auch an Haus- / Nutztiere.


Die bei einem Erdbeben eintretenden Schäden hängen von der Stärke und der Dauer des Bebens sowie von der Besiedlungsdichte und natürlich der Größe und Anzahl der Bauwerke ab. Als Folgewirkung entwickeln sich Lawinen, Steinschläge, Bergstürze, Erdrutsche, Dammbrüche und Flutwellen, sogenannte Tsunamis. Sekundär führt dies oft zu Bränden, Explosionen und nicht zu vergessen der Seuchengefahr!!!

Erdbeben verändern die Erdoberfläche, mit allem was sich darauf befindet!

Durch die schon erwähnten Plattenverschiebungen bei einem Erdbeben entsteht tief im Innern der Erde, wie bekannt, Reibung, welche das Gestein verflüssigt und nach oben pressen kann. Der starke Anfangsdruck sprengt eine Öffnung am schwächsten Punkt des Gesteines frei, durch welchen das Material austritt. Ein "Meteoritenschauer" und ein Ascheregen ergießt sich auf die Erdoberfläche während sich im Weiteren das Magma (flüssige Gesteinsmasse) als Lava seinen Weg bahnt. Die Gefahr liegt jedoch nicht allein in der Lava, vor dieser kann man meist davonlaufen und auch höhergelegene Stellen aufsuchen. Vielmehr ist es der Gesteins- Ascheregen, die Hitze und Gase, welche die Gefahren mit sich bringen.
Eine Atemmaske oder ein feuchtes Tuch wäre zum Schutz der Atemwege schon angebracht wobei ein zusätzlicher Augenschutz ebenso von Vorteil wäre. Ebenso sollten Öffnungen im Haus mit feuchten Lappen abgedichtet werden und vermeide die Kontamination von Frischwasser und Lebensmittel durch die Asche. Schließe Versorgungsleitungen im Haus. Auch Schutz unter stabilen Dächern oder Bauten, nach Möglichkeit hochgelegen mit geringer Deckenspannweite in einem nicht abschüssigen Gebiet zu suchen, ist nie schlecht. Bedenke jedoch, dass sich der Ascheregen überall niedersetzt und auch ein Dach irgendwann seine maximale Tragfähigkeit erreicht hat. Einsetzender Regen bringt je nach Stärke nicht nur Abkühlung sondern auch meist Asche- Schlammfluten mit sich...! Eine Flucht im Fahrzeug ist bei starkem Ascheregen meist nicht von Erfolg gekrönt, da dieser die Funktion meist blockiert. Wobei oft auch entstehende Brände die Flucht hindern.

Als Vorzeichen eines Ausbruches gelten: eine zunehmende seismische Aktivität, Grollen aus dem Vulkaninnern, plötzlich warmes Flusswasser und Schwefelgeruch, ebenso wie saurer Regen, Staub in der Luft und kleinere Vorausbrüche.


Auch deine Vulkanwanderung ist nicht ungefährlich!

Schwefelgase, Kohlendioxid, Hangrutsche, Steinschlag, heiße – säurehaltige Gewässer, plötzliche Eruptionen, heiße Rauchwolken, herabfallendes Gestein, Spalten mit heißer Lava die den Weg blockieren, Pyroklastische Ströme (Lawine aus Gestein, Asche, Gasen), ... .

Bereite dich entsprechend auf dein Abenteuer vor und mach hinterher niemand anderen verantwortlich wenn du in Gefahr gerätst!



Doch, was mache ich wenn ich wirklich mit einem Tsunami konfrontiert werde ? Mehr dazu im nächsten Post!


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