Wilderness Blog Post - Verhalten bei nasser Seenot

Schon ein Sprung in „kaltes“ Wasser kann zu Panik, Inhalieren von Wasser, einem Stimmritzenkrampf, der Hyperventilation, hohem Blutdruck und Bewusstlosigkeit führen.

Je niedriger die Wassertemperatur desto stärker ist die Körperreaktion!

Unterkuehlung

Natürlich wird es, wie aus der Tabelle ersichtlich, eine Zeit dauern bis der Organismus bedroht ist. Zu bedenken ist jedoch, dass selbst kleinste lokale Unterkühlungseffekte sich auf das Überleben auswirken können. Ist die Feinkoordination der Hände eingeschränkt, ist die Selbstrettung meist nicht mehr möglich. So wird die Beweglichkeit, die Sensibilität, die Geschicklichkeit ebenso wie die Aufnahmefähigkeit, die Reaktion und die Leistungsfähigkeit reduziert!


Temp Auswirkung

Bereits kleinste Temperaturunterschiede wirken sich auf den Körper aus!

Verlasse also das Schiff, den Korb des Heissluftballon, das Floss, das Flugzeug, ... oder was es auch immer ist, so spät als möglich und auch nur wenn es nötig ist. Setze nach Möglichkeit vorher ein Notsignal ab, fülle deinen Flüssigkeitshaushalt auf und versorge dich mit energiereicher Nahrung, einem Auftriebsmittel und entsprechender Kleidung. Versuche den Temperaturunterschied langsam herzustellen, springe nur im Notfall. Kreuze hierbei dann die Beine und verschränke die Arme vor dem Oberkörper. Tauche nicht zu tief ein und arbeite dich zur Oberfläche vor.

Vermeide es jedoch unter allen Umständen in die "nasse Seenot“ zu geraten!


Versuche nach Möglichkeit den Oberkörper aus dem Wasser zu bringen, schütze dich jedoch auch vor der Hitze. Über den Kopf, den Hals, die Achseln und auch die Brustseiten, sowie die Leistengegend, ist der Wärmeverlust am größten. Die Angriffsfläche der Kälte sollte so klein als möglich sein. Ziehe die Knie an den Körper und umschlinge sie mit den Armen. Vielleicht lässt du dich aber auch kraftsparend einfach nur in Rückenlage treiben. Bei mehreren Personen bietet es sich an mit dem Gesicht zueinander einen Kreis zu formen und die Beine zu verhaken. Wärme und Kontrolle des Gegenübers sowie ein breite Front für angriffslustige Tiere sind immer von Vorteil. Halte parallel immer helle Kleidung oder reflektierendes Material bereit um schnell auf dich aufmerksam machen zu können.
Schwimme nur, in der kraftsparenden Rücken-, Seiten- oder Brustlage mit regelmäßigen Zügen, wenn es unbedingt sein muss. In warmen Gewässern könnte man sich auch, nach einem Atemzug, mit ins Wasser getauchtem Kopf bis zum nächsten Atemzug treiben lassen. Bei Wellengang bietet sich jedoch, um eine Aspiration zu vermeiden, die Rückenlage an. Seetang und Krill stehen dir als Nahrung zur Verfügung und Wasser gibt es genug. Allerdings ist der hohe Salzgehalt auf Dauer ein Problem. Versuche somit diesen immer zu verdünnen. Vielleicht reicht ein Spülen des Mundes auch vorerst aus. Andererseits steht dir hierzu Regen zur Verfügung. Fange diesen auf und nutze ihn direkt.
Nutze zum Anlanden Wellentäler, untertauche Wellen oder lasse sie am Grund festgekrallt an dir vorbeiziehen. Alternativ ist eine Rückenlage mit Beine in Treibrichtung etwas tiefer als der Kopf anzustreben. Pflanzenmeere hingegen sollten so flach als möglich passiert werden.
Hinzu kommt die Tierwelt, die Quallen, eventuelle Seeschlangen, Barrakudas, Muränen, Kugelfische, Stein- Skorpionfische, Stachelrochen, Kegelschnecken, Haie, Tintenfische, ... natürlich die Korallen und treibende Ölfelder.
Diese sollten bestenfalls in Rückenlage durchquert werden. Brennend im Bruststil mit Handflächen nach außen rotiert. Das Untertauchen wäre ideal, doch vor dem Auftauchen zum Luft holen sollte mit den Händen die brennende Fläche zur Seite geschoben werden.


Doch was bedeutet es mit Aggressivität im Outdoor konfrontiert zu werden? Mehr dazu im nächsten Post!


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