Wilderness Blog Post - Verhalten bei Seenot

Grundsätzlich gilt einen etwaig vorhandenen Notrufsender sofort nachdem die akute Situation bekämpft worden ist in Betrieb zu nehmen und entsprechende Notsignalmittel bereitzulegen oder als Dauerzeichen einzusetzen.
Bei der trockenen Seenot ist zudem meist auch die zielgerichtete Fortbewegung nicht möglich oder eingeschränkt. Jedoch ist die Überlebenschance um vier mal höher als im Wasser. Nutze somit immer alles was du hast um den direkten Wasserkontakt zu vermeiden und verlasse die Wreckage nur wenn notwendig. Versuche vor dem Verlassen noch einen Notruf abzusetzen. Idealerweise versicherst du dich vorher dass genügend Notrationen, Hilfs- sowie Signalmittel vorhanden sind, ansonsten versuche schnell zu organisieren was du zum Überleben benötigst. Bevorzuge hierbei jedoch flüssigkeitshaltige Lebensmittel.

Den Witterungen ist man meist mehr oder weniger schutzlos ausgeliefert!


Hitze, Kälte, Regen, Schnee und Wind, welcher mit hoher Intensität auch große Wellen hervorruft.

In einem Seenotfall bist du Spielball der Natur!


Trinkwasser- und Nahrungsmangel, Feuchtigkeit, starke Temperaturschwankungen, psychische Reaktionen auf Grund der Enge und dem Unvermögen des zielgerichteten Fortbewegens, Seekrankheit, dem Verblitzen der Augen, den Hautreizungen sowie den Stürmen, gilt es zu trotzen. Hinzu kommt bei nasser Seenot die Trümmerwirkung deiner Wreckage.

Entferne dich immer so schnell als möglich von Gefahrenquellen und schütze dich vor den Witterungseinflüssen!


Eine flache und tiefe Lagerung im „Boot“ entschärft die Seekrankheit. Vermeide den Wasserkontakt und halte dein „Auftriebsmittel“ und auch die Kleidung so gut als möglich trocken, denn Feuchtigkeit schwemmt die Haut auf und Salz reizt sie.

Starke Sonneneinstrahlung wirkt in Verbindung mit Meersalz auf der Haut und der Reflexion der Wasseroberfläche wie ein Brennglas!


Jedoch schützt feuchte Kleidung auch vor extremem Flüssigkeitsverlust und Hitzeschäden. Beachte aber den Wind Chill Faktor. Schaffe dir einen Wetterschutz, auch für die Augen und den Kopf, fette trockene Hautstellen ein und beachte eng anliegende Kleidung oder Ausrüstung.

Aufgequollenes Gewebe kann die Blutzufuhr unterbinden oder reduzieren!


Sorge für Bewegung und nutze jede Möglichkeit dich zu erwärmen. Orientiere dich mit Vorhandenem, wie GPS, Sextant, Kompass. Natürliches wie Mantas, Geräusche, treibende Landpflanzen, schwimmender Seetang sowie stehende Kumuluswolken, Gerüche, Vögel, wenn sie in Gruppen auftreten, Passatwinde und die Wasserfärbung geben gute Hilfsmittel ab.

Arbeite immer so kraftsparend als möglich und versuche wenn du dich auf einer „befahrenen“ Stelle befindest zumindest für 2 Tage die Position zu halten. Ansonsten versuch eine befahrenere Route aufzusuchen. Ein Treibanker und ein improvisiertes Segel helfen dir dabei.

Verhalte dich entsprechend auf deinem Rettungsmittel, dass dieses nicht auch noch kentert. Nutze Schwimmkörper für Treibende im Wasser um sie zu beruhigen und aufzunehmen. Beachte hierbei jedoch die Zuladung. Nutze zum Anlanden das Tageslicht sowie nur geschützte Stellen und die Gezeiten.

Luftgefüllte Rettungsmittel reagieren auf Temperaturschwankungen!


Rationiere Vorhandenes, passe deinen Tagesablauf und deine Aktivität an dein Nahrungs- und Wasserangebot an. Fang den Regen auf, Taue Schnee und Eis, sammle den Tau und denke an eine Destille und bedenke ein Zuviel an Salz schwemmt Flüssigkeit aus. Fische, Vögel, Seetang- Planktonfelder sind eine Möglichkeit den Nahrungs- und Wasserbedarf zu decken. Die Mischung machts, denn ein Zuviel an Grünzeug wirkt abführend.

Arbeite dir einen Tagesplan aus um auch die Psyche stabil zu halten. Sei jedoch flexibel, denn die Witterung gibt den Tag vor und bedenke auch die Hygiene um dich lange stabil zu halten.


Doch was bedeutet es mit der nassen Seenot konfrontiert zu werden? Mehr dazu im nächsten Post!


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